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Sa - 20:00 Uhr
13.01.18

Essigfabrik
Kanalstraße 26-28
23552 Lübeck
www.essigfabrik-luebeck.de
www.klangrauschen.com



© Manuel Miethe

Gordon Kampe bevorzugt das Direkte, Unverblümte, Nicht-Verklausulierte. "Musik zu komponieren ist für mich zumeist wie ein Spiel, oft mit Dingen, die – aus der Ferne betrachtet – nicht zusammen gehören“, sagt Kampe, der es mit Scharfsinn, Humor, Esprit und furioser Musikalität versteht, solch unterschiedliche Bestandteile in eine ganz eigenständige Musiksprache zu fügen. So entfaltet die zehnsätzige Gassenhauermaschinensuite ein ganz eigenes Profil und entfaltet eine Vielzahl an Assoziationen: von der Marsch-Persiflage bis zum "närrischen" Torjubel eines österreichischen Fußballkommentators. Die ebenfalls erklingenden “Neun weißen Bilder”, entstanden hingegen in der Beschäftigung Kampes mit den “weißen Bildern” des Künstlers Günther Uecker. Bei Louis Andriessens „Workers Union“ für eine beliebige Anzahl von laut klingenden Instrumenten entsteht ein gewaltiges, mechanisch-rhythmisches Klangkollektiv. Ein Stück wie geschaffen für das Ensemble RADAR, dessen Musiker vielfach auch in anderem "Band-artigem" Kontext musizieren und so das Verschmelzen zu einer großen "Rhythm-Section" verinnerlicht hat. Das Schlagzeug Solo "8th litany for Heliogabalus" von Malte Giesen komplettiert das Programm.

Gordon Kampe wurde 1976 in Herne geboren, dort absolvierte er (1993-1995) eine Ausbildung zum Elektroinstallateur. Nach Abitur und Zivildienst studierte er Komposition an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock bei Hans-Joachim Hespos und Prof. Adriana Hölszky, später setzte er das Studium bei Prof. Nicolaus A. Huber an der Folkwang Hochschule in Essen fort. Außerdem studierte er Musik- und Geschichtswissenschaften an der Ruhr-Universität in Bochum. Im Rahmen seiner Forschungstätigkeiten befasste sich Kampe u.a. mit „Musiktheorie der Wiener Moderne“, Märchenopern im 20. Jahrhundert und der Instrumentation und Aufführungspraxis im 19. und 20. Jahrhundert., sowie Oper- und Er erhielt mehrfache Auszeichnungen und Stipendien, darunter der Stuttgarter Kompositionspreis (2007 und 2011), der Komponistenpreis der Ernst-von-Siemens-Musikstiftung (2016), den Rom-Preis (Villa Massimo), Stipendien der Berliner Akademie der Künste und Arbeitsstipendien für die Cité des Arts Paris, die Künstlerhöfe Schreyahn und Schöppingen sowie für das SWR-Experimentalstudio.

Seit 2017 ist er Professor für Komposition/Musiktheorie an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg.

Es musizieren Martin Posegga (Saxophon), Johannes Öllinger (E-Gitarre), Matthias Bauer (Kontrabass), Felix Kroll (Akkordeon), Ninon Gloger (Klavier/Keyboard) und Jonathan Shapiro (Drums/Perkussion).

So - 17:00 Uhr
14.01.18



© Manuel Miethe

Gordon Kampe bevorzugt das Direkte, Unverblümte, Nicht-Verklausulierte. "Musik zu komponieren ist für mich zumeist wie ein Spiel, oft mit Dingen, die – aus der Ferne betrachtet – nicht zusammen gehören“, sagt Kampe, der es mit Scharfsinn, Humor, Esprit und furioser Musikalität versteht, solch unterschiedliche Bestandteile in eine ganz eigenständige Musiksprache zu fügen. So entfaltet die zehnsätzige Gassenhauermaschinensuite ein ganz eigenes Profil und entfaltet eine Vielzahl an Assoziationen: von der Marsch-Persiflage bis zum "närrischen" Torjubel eines österreichischen Fußballkommentators. Die ebenfalls erklingenden “Neun weißen Bilder”, entstanden hingegen in der Beschäftigung Kampes mit den “weißen Bildern” des Künstlers Günther Uecker. Bei Louis Andriessens „Workers Union“ für eine beliebige Anzahl von laut klingenden Instrumenten entsteht ein gewaltiges, mechanisch-rhythmisches Klangkollektiv. Ein Stück wie geschaffen für das Ensemble RADAR, dessen Musiker vielfach auch in anderem "Band-artigem" Kontext musizieren und so das Verschmelzen zu einer großen "Rhythm-Section" verinnerlicht hat. Das Schlagzeug Solo "8th litany for Heliogabalus" von Malte Giesen komplettiert das Programm.

Gordon Kampe wurde 1976 in Herne geboren, dort absolvierte er (1993-1995) eine Ausbildung zum Elektroinstallateur. Nach Abitur und Zivildienst studierte er Komposition an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock bei Hans-Joachim Hespos und Prof. Adriana Hölszky, später setzte er das Studium bei Prof. Nicolaus A. Huber an der Folkwang Hochschule in Essen fort. Außerdem studierte er Musik- und Geschichtswissenschaften an der Ruhr-Universität in Bochum. Im Rahmen seiner Forschungstätigkeiten befasste sich Kampe u.a. mit „Musiktheorie der Wiener Moderne“, Märchenopern im 20. Jahrhundert und der Instrumentation und Aufführungspraxis im 19. und 20. Jahrhundert., sowie Oper- und Er erhielt mehrfache Auszeichnungen und Stipendien, darunter der Stuttgarter Kompositionspreis (2007 und 2011), der Komponistenpreis der Ernst-von-Siemens-Musikstiftung (2016), den Rom-Preis (Villa Massimo), Stipendien der Berliner Akademie der Künste und Arbeitsstipendien für die Cité des Arts Paris, die Künstlerhöfe Schreyahn und Schöppingen sowie für das SWR-Experimentalstudio.

Seit 2017 ist er Professor für Komposition/Musiktheorie an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg.

Es musizieren Martin Posegga (Saxophon), Johannes Öllinger (E-Gitarre), Matthias Bauer (Kontrabass), Felix Kroll (Akkordeon), Ninon Gloger (Klavier/Keyboard) und Jonathan Shapiro (Drums/Perkussion).

Mo - 20:00 Uhr
02.07.18


time#machines verbindet moderne Kompositionen mit Werken des ausgehenden Mittelalters bzw. der Renaissance zu einer Zeitreise im doppelten Sinne. Alte-Musik-Beiträge, speziell für das RADAR-Ensemble arrangiert und bearbeitet, verbinden sich nahtlos im Fluss des Konzertes mit den neueren Werken. Über die Zeiten hinweg beschäftigen sich viele der Konzertbeiträge zudem mit dem Thema Zeit, etwa indem sie der Faszination einer in verschiedenen Tempi gleichzeitig ablaufenden Musik nachspüren, bei der sich das Ensemble in eine Art großes Uhrwerk, eine imaginäre Meta-Maschine verwandelt. Performative Interventionen, die den Körper als Musikinstrument verstehen, und bei denen sich die Performer im kammermusikalischen Zusammenspiel ebenfalls zu einer Metamaschine verzahnen, runden den Abend ab.

Programm:

Georges Aperghis: „Retrouvailles I & VI“ (2013) für zwei Performer

Conlon Nancarrow (1912 - 1997): „Study #24 for Player Piano. Canon 14/15/16“ (arrangiert für Ensemble RADAR)

Anonymus (J. Cicconia) (ars subtilior, um 1400): „Le ray au soleyl“ (arrangiert für Sopran und Ensemble RADAR)

Manfred Stahnke (*1951): „Partota 3. Ciconietta“ für Akkordeon solo (1994/2016)

Solage (ars subtilior, um 1400): „Fumeux fume“ (arrangiert für Sopran und Ensemble RADAR)

Gordon Kampe (*1976): „Gassenhauermaschinensuite“ für Saxophon, Violoncello, Akkordeon, Klavier, Schlagzeug und Zuspielungen (2009)



- PAUSE -

Sascha Lino Lemke (*1976): „Himmelsmüll – Engelsreanimation. Kammermusik für zwei Sanitäter (Perkussionist & Kontrabassist) & einen Engelssopran frei nach Paul Klees / Walter Benjamins Angelus novus“ (2015)

Pierre de la Rue (1460? – 1518): „Agnus Dei II“ aus der „Missa l’homme armé“ (um 1500, arrangiert für Sopran und Ensemble RADAR)

Fausto Romitelli (1963 - 2004): „Trash TV Trance“ für E-Gitarre und Elektronik (2002)

Sascha Lino Lemke (*1976): „[maschinen#sprechen]“ für Sprecherin/Sängerin, verteiltes Ensemble (Baritonsaxophon, Chitarrone con scordatura, Akkordeon, Klavier, Kontrabass, Schlagzeug), Licht & Elektronik (2017/8, Uraufführung)

Es musizieren Martin Posegga (Saxophon), Johannes Öllinger (E-Gitarre), John Eckhardt (Kontrabass), Felix Kroll (Akkordeon), Ninon Gloger (Klavier/Keyboard) und Jonathan Shapiro (Drums/Perkussion), Sascha Lino Lemke (Elektronik). Als Gast: Marcia Lemke-Kern (Sopran)

Sa - 20:00 Uhr
27.10.18

Essigfabrik
Kanalstraße 26-28
23552 Lübeck
www.essigfabrik-luebeck.de
www.klangrauschen.com


time#machines verbindet moderne Kompositionen mit Werken des ausgehenden Mittelalters bzw. der Renaissance zu einer Zeitreise im doppelten Sinne. Alte-Musik-Beiträge, speziell für das RADAR-Ensemble arrangiert und bearbeitet, verbinden sich nahtlos im Fluss des Konzertes mit den neueren Werken. Über die Zeiten hinweg beschäftigen sich viele der Konzertbeiträge zudem mit dem Thema Zeit, etwa indem sie der Faszination einer in verschiedenen Tempi gleichzeitig ablaufenden Musik nachspüren, bei der sich das Ensemble in eine Art großes Uhrwerk, eine imaginäre Meta-Maschine verwandelt. Performative Interventionen, die den Körper als Musikinstrument verstehen, und bei denen sich die Performer im kammermusikalischen Zusammenspiel ebenfalls zu einer Metamaschine verzahnen, runden den Abend ab.

Programm:

Georges Aperghis: „Retrouvailles I & VI“ (2013) für zwei Performer

Conlon Nancarrow (1912 - 1997): „Study #24 for Player Piano. Canon 14/15/16“ (arrangiert für Ensemble RADAR)

Anonymus (J. Cicconia) (ars subtilior, um 1400): „Le ray au soleyl“ (arrangiert für Sopran und Ensemble RADAR)

Manfred Stahnke (*1951): „Partota 3. Ciconietta“ für Akkordeon solo (1994/2016)

Solage (ars subtilior, um 1400): „Fumeux fume“ (arrangiert für Sopran und Ensemble RADAR)

Gordon Kampe (*1976): „Gassenhauermaschinensuite“ für Saxophon, Violoncello, Akkordeon, Klavier, Schlagzeug und Zuspielungen (2009)



- PAUSE -

Sascha Lino Lemke (*1976): „Himmelsmüll – Engelsreanimation. Kammermusik für zwei Sanitäter (Perkussionist & Kontrabassist) & einen Engelssopran frei nach Paul Klees / Walter Benjamins Angelus novus“ (2015)

Pierre de la Rue (1460? – 1518): „Agnus Dei II“ aus der „Missa l’homme armé“ (um 1500, arrangiert für Sopran und Ensemble RADAR)

Fausto Romitelli (1963 - 2004): „Trash TV Trance“ für E-Gitarre und Elektronik (2002)

Sascha Lino Lemke (*1976): „[maschinen#sprechen]“ für Sprecherin/Sängerin, verteiltes Ensemble (Baritonsaxophon, Chitarrone con scordatura, Akkordeon, Klavier, Kontrabass, Schlagzeug), Licht & Elektronik (2017/8, Uraufführung)

Es musizieren Martin Posegga (Saxophon), Johannes Öllinger (E-Gitarre), John Eckhardt (Kontrabass), Felix Kroll (Akkordeon), Ninon Gloger (Klavier/Keyboard) und Jonathan Shapiro (Drums/Perkussion), Sascha Lino Lemke (Elektronik). Als Gast: Marcia Lemke-Kern (Sopran)